Filmtrailer: Die Geschichte vom weinenden Kamel
Im weiten Süden der Mongolei, in der unwirklichen Landschaft der Wüste Gobi, kommt ein kleines, weißes Kamel zur Welt. Die Mutter, geschwächt und verstört von der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr Junges. Ohne die nahrhafte Muttermilch scheint das Kalb, das sich seiner Mutter immer wieder verzweifelt nähert, dem Tod geweiht.
In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein Musiker aus der fernen Stadt soll mit den magisch-himmlischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. Das Wunder geschieht: Die Mutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen und ist gerettet.
Dieser fein beobachtende Film voller fremdländischer Mysterien erzählt nicht nur die Geschichte einer Kamelmutter und ihres Jungen, sondern lässt auch erahnen, wie universell der große Wunsch nach Liebe und Geborgenheit ist.
DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL ist eine Produktion der HFF München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, gefördert vom FFF Bayern. Nach der Entdeckung des Filmes auf dem Münchner Filmfest und dem sensationellen Erfolg auf dem Filmfest Toronto 2003 hat der Abschlussfilm der beiden Regisseure, der Mongolin Byambasuren Davaa und des Italieners Luigi Falorni, einen Sog ausgelöst, der von dort aus in alle Welt ging. Nun wurde der Film von der Mongolei als „Best foreign-language film“ ins Oscar-Rennen geschickt: Ein wahres Filmmärchen.
Quelle: filmz.de
Trailerclip: youtube
Homepage zum Film: www.kamelfilm.de
Filmtrailer: Tuyas Hochzeit
Täglich steht Schafzüchterin Tuya (Nan Yu) zeitig auf, um ihren behinderten Mann Bater (Bater), die beiden Kinder, Hof und Vieh zu versorgen, abends fällt sie erschöpft ins Bett. Eines Tages verletzt sie sich am Rücken, wird invalide und schafft daher den Gang zum 15 km entfernten Brunnen nicht mehr. Damit die Familie nicht verhungert, beschließen sie und Bater, sich scheiden zu lassen, damit sie einen gesunden Mann findet, der alle mitversorgt. Schon anderntags rennen ihr die vielen Bewerber die Tür ein, doch der Richtige will einfach nicht kommen.
Chinas Männerüberschuss ist Zentrum von Quan’an Wangs in der rauen mongolischen Steppenlandschaft angesiedeltem, lakonisch-humorvollen Frauenfilm, der in Berlin 2007 den Goldenen Bären gewann. Hauptdarstellerin Nan Yus Darstellung belebt das ruhige Drama.
Quelle: Kino.de
Trailerclip: youtube
Homepage zum Film: www.tuyashochzeit.de/
Filmtrailer: Khadak
Im Mittelpunkt des Films steht der 17-järhige Bagi (Batzul Khayankhyarvaa), der gemeinsam mit seiner Mutter (Dugarsuren Dagvadorj) und seinem Großvater (Damchaa Banzar) irgendwo in der unendlichen Steppe lebt und eine kleine Herde besitzt. Bagi verfügt über erstaunliche Fähigkeiten, die es ihm ermöglichen, rein intuitiv den Verbleib eines verschwundenen Tieres selbst in großer Entfernung zu erahnen. Dies und gelegentliche epileptische Anfälle, veranlassen Bagis Großvater zu der Vermutung, der Junge verfüge über die Befähigung zum Schamanen, was bei dem Betroffenen aber auf Ablehnung stößt. Doch das nomadische Leben der drei ist in Gefahr: Wegen einer vorgeblichen Tierseuche werden sie wie andere Hirten auch in triste Bergarbeiterstädte umgesiedelt.
Bagi flieht gemeinsam mit der Kohlendiebin Zolzaya (Tsetsegee Byamba) aus dem Ort, wird aber geschnappt und landet nach der Zwischenstation eines Zwangsarbeitslagers in der Psychiatrie, wo man ihn von seiner Epilepsie heilen will. Dort allerdings erwachen Bagis schamanistische Fähigkeiten zu neuem Leben, sie zeigen ihm die befremdliche Kraft seiner Vorstellungswelt und machen aus ihm einen Anführer gegen das System, das die Nomaden ihrer altehrwürdigen Lebensform berauben will.
Der Khadak, von dem der Film seinen Titel erhalten hat, ist ein zeremonielles Halstuch für buddhistische Rituale und symbolisiert die Allgegenwart des Himmels, der nach dem Glauben der Mongolen der wahre Richter über das Tun und Handeln der Menschen ist. Immer wieder finden sich in dem Film von Peter Brosens und Jessica Woodworth solche Symbole, die westlichen Zuschauern nicht immer geläufig sein werden und die ein volles Verständnis des Films für Nichteingeweihte schwer machen. Und so bleibt manches Bild kryptisch und eröffnet sich erst bei näherer Beschäftigung mit der Vorstellungswelt der Mongolen zu voller Bedeutung. Dass der Film trotz dieses Mankos zu faszinieren weiß, ist vor allem seinen atemberaubenden Bilder von selten gesehener Suggestivkraft zu verdanken, die an große Vorbilder gemahnen, an Fellini, Tarkovskij, Koyaanisqatsi von Godfrey Reggio und andere Meister des Erhabenen.
Was den Film mit den zitierten Vorbildern weiterhin eint: So unstrittig die formalen Qualitäten auch sein mögen, so sehr erfordert und fördert die Geschichte die Bereitschaft, sich auf fremde Kulturen, Traditionen und eine andere Art des Denkens einzulassen. Und mancher Zuschauer wird vermutlich an diesen Herausforderungen scheitern, muss dies sogar beinahe zwangsläufig tun – so groß ist die Hermetik der Symbole und die Fremdheit der beschriebenen mythologischen Traumwelten. Mit Khadak haben Peter Brosens und Jessica Woodworth ihr bisheriges filmisches Schaffen, das sich ausschließlich der fremden Welt der mongolischen Steppe verschrieben hat, durch ein echtes Juwel der Bildgestaltung gekrönt. Über die Geschichte hingegen darf man durchaus unterschiedlicher Auffassung sein.
(Joachim Kurz)
Quelle: kino-zeit.de
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Homepage zum Film: www.khadak-derfilm.de
Filmtrailer: Der Mongole
Im ausgehenden 12. Jahrhundert lebt der 9-jährige Nomade Temudgin in der Steppe und verliebt sich in das Mongolenmädchen Borte. Die beiden ahnen nicht, dass Temudgin bald zum legendären Krieger und Staatsgründer aufsteigen wird: Dschingis Khan. Seiner Braut bleibt er Zeit seines Lebens treu – keine einfache Aufgabe, denn nach der Ermordung seines Vaters legt man ihn als neuen Stammesführer erstmal in Ketten. Aber sein Freiheitswille bricht niemals. Geschunden auch als Erwachsener (Tadanobu Asano), befreit er Borte aus den Händen der Gegner, zu denen Freund Jamukha (Honglei Sun) überläuft.
Sergei Bodrovs erstes Epos von geplanten drei über Dschingis Khan wurde für den diesjährigen Auslandsoscar nominiert. Es erzählt ein Ethno-Abenteuer um einen untypischen Familienvater und Staatsgründer mit unbeugsamem Willen.
Quelle: kino.de
Trailerclip: youtube
Homepage zum Film: www.dermongole.x-verleih.de/trailer.htm